Weihnachts-Wahnsinn & Besinnlickeit
Hallo ihr!
Ich hoffe, ihr hattet ein tolles Fest mit euren Liebsten! Ich habe dieses Wochenende immer mal wieder ein bisschen was auf meiem iPad getippt und möchte euch heute von meinem Weihnachten erzählen
Die Zugfahrt – Weihnachten ohne Schnee?
Ich sitze in der Bahn, schaue aus dem Fenster, immer in der Hoffnung, dass wir in Regionen kommen, wo Schnee liegt, doch auch nachdem wir die Stadtgegenden verlassen haben und mit der Bummelbahn weiterfahren ist draußen nur graue Tristesse.
Ein Weihnachtsmann hängt verloren von einem verregneten Balkon, ein kitschiges Plastikrentier steht auf einer gräulich-grünen Wiese. Dieses Jahr wohl Weihnachten ohne Schnee.
Weihnachtsstimmung will noch nicht wirklich aufkommen, aber vielleicht wird das ja noch im kuschelig warmen Wohnzimmer mit Weihnachtsbaum und Kachelofen – ich habe Hoffnung. Doch erst mal weiter mit der Bummelbahn, die an jedem Milchkrug hält. Wir werden sehen.
Ich denke zurück an die Weihnachtsfeste als Kind. Draußen war es weiß, voller Vorfreude schmückte man gemeinsam den Weihnachtsbaum. Was strahlte mehr? Die Lichter am Baum oder die eigenen Augen, wenn man sich in Gedanken schon bei der Bescherung sah oder beim gemeinsamen Singen der Weihnachtslieder?
Als Kind habe ich mich darauf immer gefreut, obwohl ich zugegeben eine der Personen bin, die es schafft Alle meine Entchen komplett in einem Ton zu singen.
Heute bedeutet Weihnachten in erster Linie Stress, zumindest bis zum Heiligabend selbst. Und es ist anders. Man schmückt nicht mehr gemeinsam den Baum, weil man ja nicht mehr zusammenwohnt, Lieder singt irgendwie auch keiner mehr. Stattdessen tönt Last Christmas aus dem Radio, zum 7656783. Mal… mindestens ![]()
Aber nein, ich bin kein Weihnachtsmuffel, ich mag nur die Vorweihnachtszeit nicht besonders. Für mich ist Weihnachten oder eher der Jahreswechsel aber immer eine Zeit in der ich zurückblicke auf mein Jahr, schaue, was ich richtig, was falsch, was gut, was weniger gut gemacht habe, an meine Familie und meine Freunde denke und versuche viel Zeit mit diesen zu verbringen. ich schreibe eine Liste, was ich mir für das nächste Jahr vornehme, nicht mit Vorsätzen wie abnehmen oder das Rauchen aufhören, was man eh nicht einhält, sondern mit richtigen Vorsätzen. Äh, und da ich weder rauche noch dick bin… Nevermind… Ihr wisst, was ich meine. Ich bin kein Weihnachtsfan, aber ich finde die Zeit wichtig, weil sie mir hilft, den Akku neu zu laden und meine Festplatte aufzuräumen. Jeder sollte sich von Zeit zu Zeit die Zeit (was ein zeitlastiger Satzbau…) nehmen, um zurückzublicken und sich selbst zu ordnen. Mike Larson fährt mit seiner Frau in die Berge und schreibt eine To-be-Liste, ich nutze die Zeit kurz vor Jahresende und schreibe sowohl eine To-be als auch eine To-do, als auch eine Ziele-Wünsche-Träume-Liste. Wenn ich es aufschreibe, ist der Weg klarer. Man muss manchmal vom Weg abkommen, aber wenn es der Richtige war, sollte man auch zurückfinden, oder den neue. Weg als den Richtigen festlegen. Ziellos umherzuwandern hilft nur bedingt. Deshalb meine Vor-Jahreswechsel-Listenschreiberei ![]()
Ich schweife ab… Draußen liegt immer noch kein Schnee
Warten auf Heiligabend
Der Baum leuchtet, die Geschenke liegen darunter und die Familie wartet gemeinsam. Die kleine Schwester der Familie ist aufgeregt, weil sie in einer Stunde im Krippenspiel mitspielen soll und lenkt sich mit Monopoly ab. Die Weihnachtsstimmung ist immer noch nicht so richtig da – und die Hoffnung auf Schnee habe ich aufgegeben. Ich erinnere mich, dass ich hier letztes Jahr mit meinem Auto den Berg kaum hoch kam, weil es so sehr scheite. Nun, dann eben Weihnachten ohne Schnee und meine Paarsession morgen Nachmittag bleibt wohl auch grau, wird aber sicher trotzdem schön! Fotografieren löst jede schlechte Laune, sogar die, weil das Wetter schlecht ist.
Ich werde mir jetzt mal meine Kamera runterholen und ein paar Fotos machen, wenn ich das Licht des Tannenbaums einfange, wird die Laune sicher schnell super und weihnachtlich
(Memo an mich zum letzten Bild: Nicht irgendwen die Kamera kurz halten lassen
)
Heiligabend
Das Raclette brutzelte vor sich hin und eine Pfanne nach der nächsten füllt sich mit Leckereien
So gehört sich das an Weihnachten
Da komme sogar ich in Weihnachtsstimmung und freue mich über den schönen Abend.
Und nein, Raclette ist nicht Hungern auf Raten, sondern lecker und weil es länger dauert auch sehr gemütlich
Nach der Bescherung war es dann noch sehr gemütlich und lustig und es ging bis spät in die Nacht.
1. Weihnachtsfeiertag – Paarfotosession & Pantomime
Nachdem man den fehlenden Schlaf vom Vorabend aufgeholt hatte, gab es eine köstlichen Braten, wie man ihn eben nur zu besonderen Anlässen bekommt. Yummie!
Gegen 3 war ich mit meiner Schwester und ihrem Freund verabredet, um ein paar Fotos der beiden zu machen, doch da es draußen regnete war es noch früher und schneller dunkel und dazu eben noch nass – also nichts mit den ganzen Bildideen im Schnee… Dennoch war es ganz listig, jedoch sehr kurz. Als ich selbst mit voll ausgeschöpftem Bildstabilisator, ISO 5000 und gaaanz ruhig halten nichts mehr erreichen konnte (nach etwa einer halben Stunde…) haben wir aufgegeben und es ging auf zur nächsten Station auf der Reise durch die Familienteile.
Nach Paella und Salat gab’s noch mal Geschenke und ein paar Runden Pantomime der fiesen Art. Versucht mal Oberlandesgericht, Wassermelone und Schlupfwespen-Kokon ohne Worte zu erklären ![]()
Da waren schon ein paar Oscar-reife Performances dabei. Die Wassermelone konnte letzen Endes nur gelöst werden, weil meine Schwester sich auf mein Dirty-Dancing-Wissen verlassen hat
Und nun sitze ich wieder im Zug, draußen fliegen im dunkeln die Kuhkäffer vorbei auf dem Weg nach Aschaffenburg zum ersten der beiden Umstiege. Ich freue mich wieder heimzukommmen, Weihnachten war aber wieder deutlich schöner als befürchtet.
Ich hoffe, ihr hattet auch ein paar schöne Weihnachtstage! Nutzt die Zeit zwischen den Jahren, um ein bisschen zu entspannen und vielleicht auch in einer ruhigen Minute auf das Jahr zurückzublicken!
Ich habe mir diese und nächste Woche mehr oder weniger frei genommen, werde zwar bloggen und ab und an mal am Rechner sein, aber habe eben frei
Wundert also nicht, wenn ihr weniger von mir hört.
Rutscht gut ins nächste Jahr! Ich hoffe, ihr konntet mit meinem belanglosen Weihnachts-Bla-Bla etwas anfangen
Lieben Gruß,
Kate












