Produkttest: Quenox Popup Softbox

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9. Juli 2012, 11:56 | 
 

Seit längerem bin ich schon auf der Suche nach einer geeigneten PopUp Softbox für Systemblitze. Da ich diese nur gelegentlich einsetzen wollte, sollte es auch eine sein, die einem nicht direkt ein Loch in die Geldbörse frißt.

Fündig geworden bin ich bei enjoyyourcamera, die eine Softbox der Marke Queenox im Angebot haben. Da ich selber bereits den Beauty-Dish dieser Marke mein Eigen nenne, gab ich auf der Box mal eine Chance.

Lieferumfang

Die Softbox hat das Format 40×40 und kommt mit einer praktischen Aufbewahrungstasche, dem Diffusor, sowie dem Flash-Bracket um sie auf einem Stativ zu befestigen. Eine Anleitung fehlt leider ganz, so dass ich anfänglich etwas überfragt war, wie man das Flash-Bracket nun an der Box befestigt.

Das ganze Set ist sehr handlich und für On-Location super portabel – genau das, was ich gesucht habe.

Montage

Wie bereits erwähnt, befand sich leider keine Montageanleitung im Lieferumfang.

Das Auseinanderklappen der Box gestaltete sich noch als logisch und einfach. Kein nerviges Stangen einklemmen und Überzug überziehen – einfach auseinanderziehen und es kann losgehen. Eigentlich.

Die Montage des Flash-Brackets stellte mich doch vor eine ungeahnte Herausforderung. Ich habe mich dann im Netz umgesehen und herausgefunden, dass der Ring einfach in den Überstand der Softbox hinten eingeklemmt wird. Gesehen, getan und die Softbox hing auf dem Bracket. Schön sah es aus.

Im nächsten Schritt wird das Diffusortuch per Klettverschluss an die Softbox angeklettet. Logischer und einfacher Vorgang – wenn das Tuch vielleicht an jeder Seite 0,5 cm länger wäre. So ist eine langwierige Fummelei und Zieherei und ich hab es bis jetzt nicht geschafft, die komplette Vorderseite abzudecken. An irgendeiner Ecke ist immer eine Lücke und die Box total verzogen. Schade.

Nichtsdestotrotz befestigte ich die Box auf einem Stativ, den Blitz auf der Blitzschiene, stellte uns alles ein (Höhe, Abstand, etc). Dann bewegte ich das Stativ – und die Box fiel vom Flash-Bracket. Das konnte ich beliebig wiederholen. Box drauf, ein wenig bewegen, Box auf dem Boden. Box drauf, ein wenig bewegen…. Ihr wisst schon.

Es war schlichtweg nicht möglich, die Box so einzuklemmen oder anderweitig zu befestigen, dass sie auch nur einen kleinen Windstoß überlebt hätte ohne herunterzufallen. Auch das Internet konnte mir keine altenative Befestigung vorschlagen, also blieb nur eine einzige Lösung:

Gaffa-Tape

Ich habe die Box also mit 4 Streifen Gaffa am Bracket festgeklebt. Nicht Sinn der Sache oder des Erfinders, aber so hielt sie wenigstens halbwegs. Stabil war noch immer anders.


Lichtqualität

Nun ja, durch die offenen Ecken ist es schwer eine gleichmäßige und konstante Beleuchtung hinzubekommen. Die extra montierten “Abdeckecken” erfüllen ihren Zweck auch nicht, da sie in 2 von 4 Fällen alles tun, aber nicht die Ecken abdecken. Irgendwo ist also immer ein Spot. Ansonsten macht sie das Licht weich, ein 2. Diffusortuch im Inneren hätte bestimmt auch gut zu Gesicht gestanden, aber irgendwo muss man ja Abstriche machen.

Fazit

Eigentlich wollte ich die Box im Echteinsatz testen und Euch ein paar tolle Fotos zeigen, allerdings wollte ich mir nicht die Blöße geben, bei einem bezahlten Auftrag mit so einer wackeligen und zurechtgeklebten Lösung aufzutauchen.

Für einen Preis von 59,95€ bekommt man eine Softbox, die im Netz sehr viele Vorschusslorbeeren erntete und mich einfach nur enttäuschte. Der Preis ist meiner Ansicht nach für die gelieferte Qualität zu hoch. Sie läßt sich super einsetzen, wenn man mit den Defiziten leben kann und sie für gelegentliche Produktfotografie oder ähnliches benötigt. Idealerweise baut man sie dann einmal auf, klebt alles zusammen und läßt es so stehen – dann hat man am wenigsten Probleme.

Für den praktischen, mobilen Einsatz ist die Box, die mir vorliegt, allerdings absolut untauglich. Die Firma Quenox hat sich mit dieser Leistung einiges von ihrem Kredit bei mir verspielt.

Gruß
Frank

 

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